Lebensstil – Definition

Lebensstil – Definition

Unter Lebensstil versteht man„raum-zeitlich strukturierte Muster der Lebensführung“. Sie beziehen sich im Gegensatz zum Schichtbegriff nicht auf begrenzte Dimensionen des Einkommens oder Berufes, sondern umfassen das gesamte expressive (Konsumstile, Freizeitverhalten), interaktive (Mediennutzung, Geselligkeit), evaluative (Werte und Einstellungen) und kognitive (Selbstidentifikation, , Zugehörigkeit, Wahrnehmung) Verhalten.“ (Helbrecht, Pohl 1995 nach Müller/Weihrich 1991 in in Heineberg 2016

Lebensstile beschreiben also die Art und Weise, wie Personen ihr Leben in Abhängigkeit von materiellen und kulturellen Ressourcen und Werten gestalten.

Laut bpb sind Lebensstile definiert als „wiederkehrende Muster der Lebensgestaltung, die unter anderem von den verfügbaren materiellen und kulturellen Ressourcen, von der jeweiligen Familien- und Haushaltsform und den Werthaltungen bzw. Lebenszielen abhängen.“
Quelle: http://www.bpb.de

Seit mehreren Jahrzehnten geht der Trend zur Pluralisierung von Lebensstilen. Wesentliches Differenzierungskriterium ist häufig nicht mehr der soziale Status, sondern der Lebensstil. Lebensstille und Konsummuster gleichen sich dabei immer häufiger an.

Die Ausbreitung stadttypischer Lebensstile bezeichnet man als Urbanisierung.

Quelle

Heineberg, H. (2016): Stadtgeographie. 5. Auflage. Heidelberg.