Zuwachsrate – Definition und Faktoren

Zuwachsrate – Definition

Die Zuwachsrate ist das übliche Maß des Bevölkerungswachstums in einem Jahr. Sie ergibt sich aus dem prozentualen Zuwachs (oder der Abnahme) der Bevölkerungsmenge eines Bezugsgebietes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (z.B. ein Jahr) (Bähr 2010, S .152).

Man muss sie unterscheiden vom Natürlichen Bevölkerungswachstum,  da bei der Zuwachsrate auch Migrationen berücksichtigt werden.

Welche Faktoren wirken sich aus?

  • die Anzahl der Lebendgeborenen
  • die Todesfälle
  • die Anzahl der Zuwanderungen
  • die Anzahl der Abwanderungen

In der Praxis

Zum 31.12.2014 lag die Bevölkerungszahl in Deutschland bei 81.197.537; am 31.12.2015 lag sie bei 82.175.684 Personen. Das entspricht einer Zuwachsrate von 1,2 %. Damit lag sie 2015  weiter höher als in den Vorjahren (2014: 0,5 %, 2013: 0,3 %). Zwischen 2005 und 2010 war sie gar negativ (Quelle: Destatis).

Zu begründen ist die hohe Zuwachsrate 2015 in Deutschland ist erster Linie durch Migration („Flüchtlingsstrom 2015“).

Global 🌍 wird die Zuwachsrate 2016 auf 1,06 % geschätzt. Laut World Fact Book hat 2017 Syrien 🇸🇾 mit 7,6 % die höchste weltweit, gefolgt vom Südsudan 🇸🇸  mit 3,8 %. Am niedrigsten liegen die Cookinseln 🇨🇰  mit einem negativen Wachstum in Höhe von -2,8 %. Für Deutschland 🇩🇪  wird 2017 die Zuwachsrate auf -0,2 % geschätzt.

Quellen

Jürgen Bähr (2010): Bevölkerungsgeographie. 5. Auflage, Heidelberg. 

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