Humangeographie

Die Humangeographie, oder auch Anthropogeographie ist „derjenige Teilbereich der Allgemeinen Geographie, der sich mit der Raumwirksamkeit des Menschen und mit der von ihm gestalteten Kulturlandschaft und ihren Elementen in ihrer räumlichen Differenzierung und Entwicklung befasst. Vielfach wird Anthropogeographie mit Kulturgeographie oder Geographie des Menschen, gelegentlich auch mit Sozialgeographie, verwendet“ (H. Leser 2001 in Heineberg 2007)

Die Humangeographie stellt neben der Physischen Geographie eines der beiden Hauptfelder der Allgemeinen Geographie dar.
Betrachtet man einzelne, individuelle Räume oder Raumeinheiten (z.B. Länder oder Stadtteile) mit ihren unterschiedlichen Geofaktoren als Hauptaugenmerk, bewegt man sich im Bereich der Regionalen Geographie. 

Dadurch ergeben sich zwei verschiedene Zielsetzungen:

  • die Allgemeine Geographie will Regeln und Gesetze aufstellen. 👉 sie ist nomothetisch ausgerichtet (von griech. nómos = Gesetz, Ordnung; thetikós = bestimmend)
  • die Regionale Geographie möchte individuelle, spezifisch räumliche Sachverhalte beschreiben. 👉 sie ist idiographisch angelegt (ídios = eigenartig, spezifisch)

Die Stadtgeographie und die Bevölkerungsgeographie sind zwei der wichtigsten und am weitesten erforschten Teildisziplinien der Humangeographie.
Weitere Bereiche, wie die Wirtschaftsgeographie und die Verkehrsgeographie, werden in Zukunft folgen!

Quellen

Heineberg, H. (2007): Einführung in die Anthropogeographie/Humangeographie. 3. Auflage. Heidelberg.

Überblick – Humangeographie

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