Erdbeben – Messung, Richter-Skala und Erdbebenwellen

Wie misst man die Stärke von Erdbeben?

Die Messung von Erdbeben erfolgt durch einen Seismograph. Seismographen machen Bodenerschütterungen sichtbar. Hier wird ein Gewicht an einer Feder befestigt. Diese wird an einem Gestell aufgehängt.

Seismograph recording.jpg
Ein Seismograph
By Atomicdragon136Own work, CC BY 4.0, Link

Kommt es zu einer Erderschütterung, bewegt sich das Gestell. Das Gewicht bleibt in Ruhe aufgrund der Massenträgheit. Ein Stift, der am Gewicht befestigt ist, zeichnet die Ausschläge auf einer Registrierpapierrolle auf.

Unter dem Strich beschreibt das daraus entstehende Seismogramm, wie weit sich der Seismograph im Vergleich zum aufgehängten Gewicht bewegt hat. Dadurch lässt sich die Stärke des Bebens visualisieren (Quelle: Aktion Deutschland Hilft e.V.)

Die Richter-Skala

Charles Francis Richter entwickelte in den 1930er Jahren auf Basis der Magnitude auf dem Seismogramm eine Skala, mit der sich die Stärke von Erdbeben klassifizieren lässt. Sie wird als Richter-Skala bezeichnet.

Die Richter-Skala ist logarithmisch aufgebaut: unterscheiden sich Erdbeben vom maximalen Ausschlag her um den Faktor 10, so unterscheiden sie sich in ihrer Magnitude auf der Richter-Skala um den Wert 1. Ein Beben der Stärke 7 ist als zehnmal so stark wie ein Beben der Stärke 6, 100 Mal so stark wie ein Beben der Stärke 5 und 1.000 Mal so stark wie ein Beben der Stärke 4 (Quelle: Aktion Deutschland Hilft e.V.)

Was sind Erdbebenwellen?

Erdbebenwellen (seismische Wellen) durchlaufen den gesamten Erdkörper. Sie werden in Seismographen festgehalten.

Die Wellengeschwindigkeit ist abhängig vom durchlaufenen Gestein und dessen Dichte.

Man unterscheidet drei Arten an Erdbebenwellen:

  • P-Wellen (Primärwellen): sie benötigen zum Durchlauf durch die Erde rund 20 Minuten und sind vergleichbar mit Schallwellen. Dabei durchdringen sie Gesteine, Flüssigkeiten und Gase. An der Erdoberfläche werden sie als Stoß wahrgenommen.
  • S-Wellen (Sekundär-/gebrochene Wellen): sie haben eine langsamere Ausbreitungsgeschwindigkeit und können sich nur in Gesteinen ausbreiten
  • L-Wellen (Oberflächenwellen): sie entstehen dadurch, dass P- oder S-Wellen in die Erdoberfläche hinein gebrochen werden. Sie laufen an der Oberfläche geführt und nehmen in die Tiefe hin ab.

Quellen

Roland Baumhauer, Brigitta Schütt, Steffen Möller, Christof Kneisel, Elisabeth Tressel (2017): Einführung in die Physische Geographie (Geowissenschaften Kompakt). Nürnberg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pazifische_Platte

https://erdbebennews.de/erdbebentypen/

https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/erdbeben/2113

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_im_Indischen_Ozean_2004

https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12785763/Warum-nicht-jedes-Seebeben-einen-Tsunami-ausloest.html

https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/fachthemen/natur-humanitaere-katastrophen/erdbeben/seismographen-und-seismometer

http://www.das-erdbeben.de/erdbebengebiete.htm

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