Periglaziale Formung

Periglazial – Definition und Voraussetzungen

Periglazial bezeichnet als Sammelbegriff sowohl Klimabedingungen als auch Landformen, die durch die Vorherrschaft frostdynamischer Prozesse gekennzeichnet sind.(Baumhauer et. al. 2017, S. 99)

Wörtlich bedeutet der Begriff Periglazial „um das Eis herum“. Voraussetzung für periglaziale Formungsprozesse ist eine mittlere Jahrestemperatur von unter 0°C, das Vorhandensein von Permafrost, das Fehlen eines Sickerwasserstroms ins Grundwasser, die Akkumulation der Winterniederschläge als Schnee sowie Abflussspitzen infolge der sommerlichen Tauphasen.

Im Mitteleuropa des letzten Glazials unterlag der komplette nicht vergletscherte Bereich periglazialen Bedingungen, d.h. in Deutschland die eisfreien Gebiete zwischen den alpinen und nordeuropäischen Gletschern. Heute findet man Periglazialgebiete im Polar- und Subpolargebiet und in der periglazialen/subnivalen Höhenstufe des Hochgebirges.

Die Periglazialzone deckt sich mit der Permafrostzone
Bildquelle: https://www.eskp.de/klimawandel/zusammenhang-zwischen-klimawandel-und-permafrost/

Durch die Voraussetzungen Jahrestemperatur unter 0°C und nicht vergletschtert ergibt sich, dass periglaziale Prozesse in Gebieten mit Permafrostboden auftreten.

Periglaziale Formung – Überblick

Quellen

Roland Baumhauer, Brigitta Schütt, Steffen Möller, Christof Kneisel, Elisabeth Tressel (2017): Einführung in die Physische Geographie (Geowissenschaften Kompakt). Nürnberg.

Zepp, H. (2008): Geomorphologie: Grundriss Allgemeine Geographie. 4. Aufl., Stuttgart.

Rainer Glawion, Rüdiger Glaser, Helmut Saurer, Michael Gaede, Markus Weiler (2009): Physische Geographie. 2. Aufl. Braunschweig.

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