Sturzdenudation

Man differenziert Sturzprozesse nach dem Umfang der bewegten Massen.  So unterscheidet man in Steinschlag (einzelne Steine), Blocksturz (< 1 km³ Masse), sowie Bergsturz (> 1 km³ Masse).

Blockstürze

Zu Blockstürzen kommt es, wenn Gesteinsblöcke von Steilwänden fällt, was meistens an bereits vorgezeichneten Schwächezonen geschieht. Schwächezonen entstehen unter anderem durch WurzeldruckFrosteinwirkung oder chemische Verwitterung.

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Am Fuß der Wand kommt es nach und nach zum Aufbau einer Schutt– oder Sturzhalde. Sie weisen eine maximale Neigung von 20 bis 36° auf. Sie sind in der Regel nach den Korngrößen sortiert. Große Blöcke befinden sich am Fuß.

Wenn Halden die Form eines Kegels annehmen, spricht man von Schutt– oder Sturzkegeln

Bergstürze

Bergstürze ereignen sich nur im Hochgebirge und können innerhalb von wenigen Sekunden komplette Bergflanken Richtung Tal gehen lassen. Sie können auf eine Reihe von Ursachen zurückgehen. Unter anderem können Erdbeben eine Rolle spielen. Begünstigt werden Bergstürze, wenn durch Verwitterung und Erweiterung von Klüften der Zusammenhalt des Gesteinsverbandes gemindert wird.

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Geomorphologisch erkennbar sind Bergstürze an Abrissnische, Sturzbahn und Akkumulationsgebiet. Die dort abgelagerte Sturzmasse wird als Tomalandschaft bezeichnet und weist häufige eine chaotische, kleinräumig reliefierte Oberfläche auf.

Quellen

Roland Baumhauer, Brigitta Schütt, Steffen Möller, Christof Kneisel, Elisabeth Tressel (2017): Einführung in die Physische Geographie (Geowissenschaften Kompakt). Nürnberg.

Zepp, H. (2008): Geomorphologie: Grundriss Allgemeine Geographie. 4. Aufl., Stuttgart.

Scholz, H. (2007): Grundlagen der Geologie für Studenten der Physischen Geographie. München.

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