Glaziale Serie

Bei der Glazialen Serie handelt es sich um „eine typische räumliche Abfolge der vom Eis und seinen Schmelzwässern geschaffenen, aus Lockermaterial bestehenden Formen der Gletscher.“ (Glawion et. al. 2009, Kap. 2.8.4.)

Die Glaziale Serie. aM = Moräne einer vorangegangenen Eiszeit, D = Drumlin, E = Moräne des weitesten Vorstoßes, Em = Endmoränenwall, Gm = Grundmoräne, Hf = Hauptfeld, N = Niedertaulandschaft, S = Sander, T = Toteisloch, Tf = Teilfeld, Tr = Trompetental, U = Untergrund meist präquartär, Ü = Übergangskegel, V = Grundmoräne des weitesten Vorstoßes, VS = Vorstoßschotter, Z = Zungenbecken mit See und Verlandung an den Ufern, Hf = Hauptfeld
Legende nach Glawion et. al. 2009
Bildquelle: https://shimalohas.com/

Die Glaziale Serie geht zurück auf das Werk „Die Alpen im Eiszeitalter“ (3 Bände, 1901 – 1909, Leipzig) von Albrecht Penck und Eduard Brückner.

Das Modell, welches bis heute gültig ist, beginnt mit der Grundmoränenlandschaft und deren Einzelformen wie Drumlins innerhalb eines Zungenbeckens. Den Rand des Zungenbeckens begrenzen Endmoränen.

Vor der Endmoräne schließt sich in Norddeutschland der Sander in Form von Sand bzw. in Süddeutschland in Form von Schotterebenen an. Die Formabfolge wird abgeschlossen durch die glazialen Entwässerungsrinnen, d.h. die Urstromtäler. Diese verlaufen in Norddeutschland von Südost nach Nordwest hin zum Becken der heutigen Nordsee. In Süddeutschland fehlen vergleichbare Urstromtäler. Hier floß das Schmelzwasser in Richtung Norden bis in die Donau.

Quellen

Roland Baumhauer, Brigitta Schütt, Steffen Möller, Christof Kneisel, Elisabeth Tressel (2017): Einführung in die Physische Geographie (Geowissenschaften Kompakt). Nürnberg.

Zepp, H. (2008): Geomorphologie: Grundriss Allgemeine Geographie. 4. Aufl., Stuttgart.

Rainer Glawion, Rüdiger Glaser, Helmut Saurer, Michael Gaede, Markus Weiler (2009): Physische Geographie. 2. Aufl. Braunschweig.

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